Blut, Schweiß und Cuba Libre: Die Entwicklung von Tropico 6

El Presidente, bekannt als der größte Diktator seiner (und jeder anderen) Zeit, hat sich dazu entschlossen, das Veröffentlichungsdatum für Tropico 6 (PC) auf den 29. März zu verschieben. Denn de facto ist es so; Zeit ist Geld, und davon kann man nie genug haben.

Nichtsdestotrotz erwächst aus einem zum Bersten gefüllten Schweizer Bankkonto auch große Verantwortung. Fans, Freunde und Anhänger von El Presidente verdienen nicht weniger als das beste Tropico aller Zeiten, und der joviale Despot plant, die Erwartungen nicht nur zu erfüllen, sondern sie zu übertreffen!

Tropicos Ministerium für Propaganda und Fehlinformation hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, besorgte Bürger und Spieler über die weitere Entwicklung und bisherigen Errungenschaften der Entwicklung zu unterrichten.

Dazu auf ein Wort mit Radiomoderatorin Sunny Flowers, Penultimo und Tropico 6-Producer Martin Tosta.

Penultimo: Senior Tosta, wie sie wissen, ist El Presidente immer pünktlich. Außer wenn er es nicht ist, dann tritt wieder Aussage 1 in Kraft… Was planen Sie mit der geschenkten Zeit anzustellen?

Martin: Wir möchten mit Tropico 6 in allererster Linie das beste Tropico aller Zeiten liefern. Es ist unser Ziel, die Erwartungen der Fans und Spieler zu erfüllen. Dafür nehmen wir uns das Feedback der Community und insbesondere der Beta-Spieler zu Herzen. Wir arbeiten nun noch an einigen kleinen Baustellen, die Tropico 6 nach Fertigstellung auf das nächste, präsidiale Level heben sollen. 

Penultimo: Ja ja, aber verstehen Sie doch, dies ist kein Witz! Was, oder WER genau ist denn nun für die Verzögerung verantwortlich? Hatten Sie etwa einen… „Spaghetticode?”

Martin:  Wir entwickeln Tropico mit einer völlig neuen Engine und mit einem neuen Team, mit dem wir einfach großartig zusammenarbeiten. Die letzte Hürde, die wir gerade nehmen, ist die Feinabstimmung einiger Features in der neuen Engine. Darüber hinaus haben wir wertvolles Feedback von tausenden hilfreichen Beta-Spielern gesammelt. Auch zu Themen, die wir gar nicht unbedingt auf dem Schirm hatten. Dank des großzügig gewährten Aufschubs können wir uns also nun ganz der Implementierung des Feedbacks und dem Polishing widmen.

Sunny Flowers: Alles klar. Aus einer Schonfrist wird also eine Schön-First. (lacht). Was planen Sie für die weitere Entwicklungszeit bis zur Veröffentlichung am 29. März?

Martin: Bei der Spieleentwicklung arbeiten wir immer auf bestimmte, festgelegte Meilensteine” hin. Bis März haben wir unseren Fokus nun auf die zuvor benannten Ziele Feinschliff, Balancing und die Integration des User-Feedbacks festgelegt. Im Januar haben wir bereits die Benutzeroberfläche und verschiedene Menüs verbessern können. Weitere Meilensteine umfassen realistischere, zwischenmenschliche Tropicaner-Interaktionen, die Feinabstimmung des Multiplayer-Modus sowie Performancesteigerungen für alle Systeme, auf denen Tropico 6 erscheint.

Penultimo: Haben Sie ein Beispiel für einen Meilenstein oder ein Ziel, dessen Fertigstellung erst durch die Verschiebung ermöglicht wurde?

Martin: In der letzten Woche haben wir massiv an den Features rund um das Militär gearbeitet. Wir wollen sicherstellen, dass sich die Kriegsführung in Tropico 6 realistischer und interaktiver anfühlt als in vorherigen Teilen der Serie. Außerdem haben wir erst kürzlich den plattformübergreifenden (PC, Mac, Linux) Multiplayer integriertSpieler werden zusammen und gegeneinander spielen können. Das war uns extrem wichtig.

Sunny Flowers: Sie haben viel über das Feedback der Community gesprochen. Bitte erklären Sie uns, welche Features oder Mechaniken sich aufgrund der Beta drastisch verändert haben.

Martin: Einige Gameplay-Systeme und Funktionen waren für Spieler nicht so verständlich, wie wir es erwartet hatten. Aus diesem Grund haben wir diverse Anpassungen vorgenommen und fügen immer weitere Texte und Symbole hinzu, die die komplexen Themen und Spielmechaniken in Tropico 6 einfach erklären. Ein Beispiel wäre die Handelsschnittstelle. Hier haben wir Informationen zum Handelsroutenvolumen und eine Option zur Deaktivierung aller Exporte hinzugefügt. Beides waren Anfragen aus der Community.

 Ein weiterer Punkt waren kleine, eher unauffällige Ineffizienzen bei der Simulation der Tropicaner. Die Community war eine große Hilfe bei der Suche nach untätigen Bürgern und Gebäuden, welche ein bisschen zuverlässiger arbeiten könnten. Hier arbeiten wir im Moment aktiv an Verbesserungen.

Bürger von Tropico, das soll für heute reichen!

Es sind Blut, Schweiß und Cuba Libre (mit echtem, tropicanischen RumTM), welche ein großartiges Tropico-Spiel ausmachen, und wieder einmal haben El Presidente und die Mitarbeiter des höchst vertrauenswürdigen Propaganda-Ministeriums für Fehlinformation eindrucksvoll bewiesen, dass absolut nichts schief gehen kann!

Wenn Sie selbst Fragen an den Entwickler oder El Presidente persönlich haben, nutzen Sie #AskElPrez auf Twitter oder besuchen Sie die Steam-Community-Foren.

Im nächsten Artikel besuchen wir Entwickler Limbic Entertainment und wagen einen genauen Blick hinter die Kulissen von El Presidentes neustem Geniestreich.

Adios Genossen!

Ihr Ministerium für Propaganda und Fehinformation

Autoren

Sunny Flowers – Ehemalige Radiomoderatorin und Aktivistin
Penultimo – Die Stimme von Tropico und rechte Hand des großzügigen El Presidente
Martin Tosta – Produzent bei Kalypso Media und dritter Vertrauter von El Presidente